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Traditionsverein hat Antrag auf Zulassung zur Regionalliga gestellt

Posted on 20. April 2012 by NOFB

Am heutigen Freitag endet die Frist zur Antragstellung auf Zulassung zur neuen Regionalliga Nordost. Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat alle dafür notwendigen Formulare fristgerecht beim Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) eingereicht, will im nächsten Jahr unbedingt in der vierthöchsten deutschen Spielklasse antreten.

Auf dem Gebiet des DFB wird es ab der nächsten Saison fünf Regionalligen statt der bisherigen drei geben, unter anderem die neue Regionalliga Nordost. Die entsprechende Aufstiegsregelung ist jedoch nicht ganz einfach. Um zu ermitteln, welche Oberliga-Mannschaften sich für die Regionalliga qualifizieren, ist zusätzlich zur Oberliga-Tabelle der Blick auf die Klassements der zweiten und dritten Liga sowie der Regionalliga wichtig.

Teilnahmeberechtigt sind zunächst alle Vereine des NOFV-Gebiets, die in der jetzigen Regionalliga Nord spielen – das sind derzeit neun Teams. Gelingt jedoch einer dieser Vereine der Aufstieg in Liga drei – der Hallesche FC und Rasenballsport Leipzig sind noch im Rennen – wären nur noch acht Mannschaften übrig. Berücksichtigt werden müssen jedoch auch die Absteiger aus der dritten Liga: Derzeit wäre der FC Carl Zeiss Jena die einzige Mannschaft aus dem Nordosten, die in den sauren Apfel beißen muss, aber auch der SV Babelsberg 03 schwebt akut noch in starker Gefahr. Die übrig bleibenden Plätze – derzeit wären es sieben – werden mit Aufsteigern aus den NOFV-Oberligen aufgefüllt. Aktuell würden also die drei Erstplatzierten der NOFV-Oberliga Nord und Süd aufsteigen, die jeweiligen Vierten würden in einem Relegationsspiel den letzten Regionalligaplatz unter sich ausmachen. Allerdings gibt es auch hier wieder eine Einschränkung: Nur Reservemannschaften von aktuellen Zweitligisten können sich für die neue Regionalliga qualifizieren. Der FC Rot-Weiß Erfurt II und der FC Carl Zeiss Jena II dürften also nicht aufsteigen. Die SG Dynamo Dresden hat darüber hinaus bekannt gegeben, dass ihre derzeit sechstplatzierte Reserve den Aufstieg bei erreichter Qualifikation nicht wahrnehmen würde.

Der FSV Zwickau (53 Punkte) liegt in der NOFV-Oberliga Süd bereits so weit vor allen anderen Mannschaften, dass den Westsachsen der Aufstieg in die Regionalliga nicht mehr zu nehmen ist. Nach jetzigem Stand der Dinge würden zudem der VfB Auerbach (40) und der 1. FC Lok (33) direkt aufsteigen. Den Umweg über ein Relegationsspiel gegen den Vierten der Nordstaffel müsste derzeit Budissa Bautzen (29) nehmen.

Carsten Muschalle

Zur Tabelle der Oberliga Nordost Süd

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