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Augenzeuge – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo mit den Platzproblemen

Posted on 21. Oktober 2011 by NOFB

189.648 Zuschauer – über 27.000 im Schnitt – besuchten in dieser Saison die insgesamt sieben Heimspiele unserer SG Dynamo Dresden. Die vom Verein kalkulierten Zuschauerzahlen wurden bereits nach oben korrigiert, in der Zuschauertabelle der zweiten Liga belegen wir aktuell Platz 2. Beeindruckende Zahlen, die einmal mehr die riesige Begeisterung und grenzenlose Liebe der dynamischen Fangemeinde ihrem Verein gegenüber unterstreichen. Aber auch Zahlen, die für eine bisher eher ungewohnte Enge auf den Rängen unseres Dynamostadions sorgen und damit natürlich auch für neue Herausforderungen an uns Fans.

Speziell die besonderen Bedingungen eines proppevollen K-Blocks sorgen in den letzten Wochen immer wieder für Konflikte und damit für Unmut und Frust unter den Anhängern. Beschwerden über Fans, die sich bereits in der zehnten Minute unter Einsatz beider Ellenbogen nach draußen arbeiten, um das gleiche in der fünfzehnten Minute mit zwei Bierbechern in der Hand in entgegengesetzter Richtung zu wiederholen, erreichen die Fangemeinschaft Dynamo dabei ebenso, wie Klagen über Fans, die stur und ohne auch nur einen Millimeter zur Seite zu rücken, die Treppenaufgänge blockieren und damit nicht nur Ärger provozieren und Fluchtwege zustellen, sondern ganz nebenbei auch noch verhindern, dass in Regionen, in denen noch genügend Platz ist durchgerutscht werden kann.

Zu lösen sind diese Probleme nach Auffassung der Fangemeinschaft Dynamo eigentlich relativ einfach. Es braucht dafür nicht mehr und nicht weniger, als ein wenig guten Willen, etwas mehr Respekt dem Anderen gegenüber, eine Spur Gelassenheit und ein gesundes Maß an Vernunft. Dynamofans haben schon wesentlich schwierigere Probleme bewältigt, als dass es ihnen nicht möglich sein sollte, einmal in Ruhe darüber nachzudenken, ob es zwischen Anpfiff und Halbzeit wirklich unbedingt vier Bier braucht oder ob man für einen anderen Fan, anstatt ihn anzupöbeln, vielleicht doch einfach mal ein Stück zur Seite rutscht. Wir alle sind gefordert, durch unser Verhalten dazu beizutragen, dass die 90 Minuten plus X in unserem Block unser gemeinschaftliches Erlebnis werden und bleiben. Zeigen wir, dass wir eine GEMEINSCHAFT sind.

Die Fangemeinschaft Dynamo begrüßt, dass die ULTRAS DYNAMO sich der Problematik aktiv und konkret annehmen wollen. So wird man beispielsweise versuchen, in Zukunft verstärkt mit Durchsagen zu sensibilisieren und einzuwirken. Ebenso sollen notwendige Regeln für ein gemeinschaftliches und sicheres Miteinander an den Blockaufgängen platziert werden. Wie in der Vergangenheit schon praktiziert, wird man sich zudem auch weiterhin und verstärkt bei Notfallsituation aktiv daran beteiligen, unverzüglich die notwendigen Wege zu schaffen. Die Fangemeinschaft Dynamo wird die Anstrengungen unserer Ultras beobachten und unterstützen, denn wir halten sie für einen sinnvollen und richtigen Schritt auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel einer von Fans selbstverwalteten Fankurve. Die Angestellten von ‚Ihre Wache‘ jedenfalls sind nach unserer Auffassung um Lichtjahre besser dafür geeignet, nach Öffnung der Rolltore Karten an den Mundlöchern der Westtribüne zu kontrollieren, als den ohnehin schon knappen Platz im K-Block zu verschwenden.

Fangemeinschaft Dynamo

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