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In Kuckuck gibt es optimale Bedingungen für Trainingslager

Posted on 7. März 2011 by NOFB

Ein Unglück kann man auch als Chance begreifen. Dieses Motto galt wohl auch bei den Verantwortlichen des Trainingscamps in Kuckuck. Nachdem in ein Stallgebäude der Blitz eingeschlagen war und alles abbrannte, ruhte das Treiben auf der Pferdekoppel im Ort. Doch dies sollte nicht lange so bleiben. Zunächst wurde im Jahre 1995 ein Streetsoccer-Platz angelegt, nachdem in Potsdam ein Turnier des PUMA Streetsoccer-Cups gewonnen wurde. Das sollte dann auch der Durchbruch für den Fußball in Kuckuck sein und nur fünf Jahre später entstanden der heutige Hauptplatz sowie ein weiteres Jahr später der erste Nebenplatz. Damit stand nun auch endgültig fest, dass die alten Pferdekoppeln den Fußballern für immer weichen mussten. Eingeweiht wurde die Anlage übrigens im Jahr 2001 mit einem evangelischen Fußballfest, in dessen Rahmen der damalige Zweitligaaufsteiger SV Babelsberg 03 zu einem Freundschaftsspiel angereist war und mit 12:0 gewann. „Das war damals das erste große Highlight und von der Begeisterung der Zuschauer ließen wir uns anstecken, dieses Projekt weiterzuführen und auszubauen“, erinnert sich Inhaberin Marion Volkmann.


Das Hauptgebäude auf der Anlage in Kuckuck.

In der Folgezeit entstanden weitere Rasenflächen, ein Hauptgebäude mit Platz für zwanzig Spieler plus Betreuer sowie einen zweites Objekt mit Platz für 30 Personen. Zu den ersten Gästen gehörte übrigens die B-Jugend des FC Rot-Weiß Erfurt unter Trainer Mops Kinne, die bereits ein Trainingslager in Kuckuck absolvierten, als an die Fertigstellung der Anlage noch lange nicht zu denken war. „Nach dem erfolgreichen Start mit dem Fußball war das gewissermaßen die Initialzündung für die Erweiterung der Anlage zu einem Trainingscamp“, so Volkmann weiter. Neben diversen Jugendmannschaften aus dem Berliner und Hamburger Umland besuchten seither unter anderem Jugendkicker des FC Energie Cottbus und von Hertha BSC die Anlage. „In Berlin können wir leider immer nur auf Kunstrasen trainieren und so haben meine Kids hier die Gelegenheit, sich mal so richtig auf Rasen auszutoben. Aber nicht nur die optimalen Bedingungen sondern auch die familiäre Atmosphäre führt uns in jedem Jahr hierher zurück“, begründete im vergangenen Sommer ein Berliner Jugendtrainer so auch seine Entscheidung für Kuckuck.

Zusätzlich führen die Betreiber in jedem Jahr eine Ferienfußballschule für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 13 Jahren, meist in der ersten Ferienwoche, durch und stellen die Anlage für Feiern und Konferenzen zur Verfügung. Aber auch für Vortragsveranstaltungen sind die Gegebenheiten bestens geeignet. So waren schon der Ex-Profifußballer Oliver Page (Bayern Leverkusen, Dynamo Dresden), der unter anderem davon erzählte, wie er sein erstes Bundesligator gegen den FC Bayern München schoss, und der Ex-Hooligan Oliver Schalk, der von seiner Lebensgeschichte und der heutigen Arbeit beim Berliner Verein ‚Zukunft für Dich‘ berichtete, zu Gast.


Das Treiben auf dem Platz während der Fußballferienschule im Sommer 2010.

Natürlich haben die Verantwortlichen ihren Erfolg auch der optimalen Lage zu verdanken. Genau zwischen den beiden größten deutschen Städten Berlin und Hamburg gelegen, sind es von der Autobahnabfahrt der A24 gerade einmal acht Kilometer bis in das Trainingscamp. Da es dort auch keine größeren Ortschaften in der unmittelbaren Nähe und somit nicht so viele Ablenkungsmöglichkeiten gibt, können die Trainer die Ruhe dazu nutzen, mit ihren Spielern intensive Trainingseinheiten durchzuführen. „Wir haben noch viel vor und wollen vor allem noch vielen Fußballern die Gelegenheit geben, bei uns ein paar schöne Tage zu verleben und natürlich ihre Fähigkeiten zu verbessern“, gibt uns dann noch Volkmann zum Abschied mit auf dem Weg.

Zu den weiteren Informationen zum Trainingslager in Kuckuck

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