Von wegen Frühling. Unangenehme acht Grad, Dauerregen und starker Wind beeinträchtigen das Training der ersten Herren des Berliner AK 07 im türkischen Antalya. Die Plätze waren aufgeweicht und am Samstagvormittag nicht bespielbar. Aber wer von den Spielern auf einen entspannten Tag in der lokalen Shopping-Mall gehofft hat, macht die Rechnung ohne Coach Foroutan.
Der blies pünktlich zum Marsch – im wahrsten Sinne des Wortes. ‚Special Forces‘ – Training stand auf der Tagesordnung. Und das hat es in sich. 50 Minuten lang 60 Sekunden schnell, dann 60 Sekunden langsam durch den tiefen Sand am Strand und im Anschluss mit immer längeren Intervallen. Quälender Pyramidenlauf.
BAK-Spieler Seyed Dejagah keuchte verschwitzt: „Das ist schlimmer als bei Felix Magath!“ Sexed ‚Eddie‘ Dejagah muss es wissen. Sein Bruder Ashkan hat beim Erstligisten VfL Wolfsburg die eine oder andere Träne unter Magath verdrücken müssen.
Die Schikanen fanden auch nach dem Nachmittagstraining kein Ende. „Welcher Vollidiot…?“, hallte es mehrfach durchs Hotel, als die Hände der Spieler in Zahnpasta unter den Türklinken greifen mussten. Die Stimmung im Team ist offenbar großartig.
Ingo Müller
