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Vier Hummelt-Tore zum verdienten Sieg

Posted on 31. Oktober 2008 by NOFB

Es gibt so Tage, da klappt alles. Und beim Urgestein des SSV Besiegdas 03 Magdeburg, Martin Hummelt, funktionierte an diesem Samstag beim 4:1 (1:1)-Erfolg gegen den TuS 1860 Magdeburg II fast alles. Außenstehende sahen sich nach dem Spiel an reißerische Filmtitel erinnert, wie z.B. ‚Der Tag des Hummi’, ‚Vier Tore für ein Halleluja’ oder ‚Torminator’.

Nach der enttäuschenden Niederlage des letzten Wochenendes hatte sich das Team natürlich vorgenommen, die nächsten drei Punkte zu erobern. Das jedoch hieße, dem Stadtligaabsteiger, der bisher überzeugende Ergebnisse erzielte, die erste Saisonniederlage beizubringen. Dazu passten einige Verletztenmeldungen nun überhaupt nicht. Zu guter Letzt knickte noch Torwart Nummer drei im Spiel der Zweiten um, sodass nun alle drei Torhüter verletzt waren.

Der etatmäßige Keeper Chris Rohde erklärte sich nun bereit, sich das Trikot der Nummer 1 überzustreifen und biss die Zähne zusammen. Im Laufe des Spieles war ihm in einigen Szenen anzusehen, dass es im Normalfall keinen Sinn machte, doch im Verbund mit der guten Abwehr konnte das Team dafür sorgen, dass die Schüsse aufs Tor sich nicht zu sehr häuften. Positiv war zu registrieren, dass endlich Libero Berti zur Verfügung stand und der in der Woche angeschlagene ‚Tittchen’ meldete sich ebenso einsatzbereit.

Man erwartete eine robuste TuS-Elf. Der Coach mahnte, den Kampf anzunehmen und sich von eventuell auftretender Härte nicht beeindrucken zu lassen. Zunächst zeigten die Teams ein verteiltes Spiel, es ergaben sich kaum Chancen. Mit der ersten richtigen Möglichkeit konnte Hummi sein erstes Tor erzielen: Wiesel schickte Naucke über links, der flankte vors Tor. Dort erstarrte die TuS-Abwehr inklusive Torhüter in Passivität und ließ den Ball zu dem am langen Pfosten heran rauschenden Martin Hummelt durch, der zur Führung verwandelte. Fast im Gegenzug konnte TuS jedoch nach einer Ballstafette im Anschluss an eine Ecke verwandeln. Sebastian Deckert traf von der Strafraumgrenze ins lange Eck. Nun entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das wenig Chancen und wenig spielerische Höhepunkte bot. In der 36. Minute passierte eine der extrem wenigen Aktionen, die dem heutigen Helden nicht gelang, als er allein auf dem Keeper zulief, doch den Ball vertändelte. Wenige Augenblicke vor den Halbzeitpfiff eröffnete Winsel mit einer Flanke von links wiederum Hummi eine Einschusschance, die dieser nicht nutzen konnte. Der Abseitspfiff des Schiedsrichters an dieser Stelle war die erste grobe Fehlentscheidung des jungen Mannes. Wenn man von weit hinter dem Flankenden angelaufen kommt, kann es kein Abseits sein, doch derselbe Irrtum unterlief dem schwarzen Mann in der zweiten Hälfte noch weitere drei Male. Zur Halbzeit jedenfalls stand es 1:1, was auch dem Spielverlauf entsprach.

In der zweiten Hälfte lief zunächst Ralf Amende im Sturm auf, der nun durch seine Schnelligkeit für mehr Gefährlichkeit sorgen sollte. Ein sehr ähnlicher Spielzug wie der erste erfolgreiche sorgte auch für die erneute Führung. Wieder flankte Naucke von links, Hummi erzielte das 2:1. Die inzwischen eingetroffene Mannschaft des BSV 79 II jubelte zusammen mit dem Besiegdas-Anhang. Als Hummi nur fünf Minuten später eine Ablage von Naucke zum 3:1 nutzen konnte, steigerte sich die Stimmung noch mehr. Wow – drei Tore in einem Spiel gelangen ihm erstmals und zuletzt im März 2005 gegen Pechau. Nun übernahm der Gast zwar die Initiative, konnte allerdings sehr selten gefährlich werden. Besiegdas konnte sehr gefährlich kontern und wurde mehrfach unberechtigt vom Schiedsrichter zurück gepfiffen. Sogar Trainer Machill wurde laut, das hat man sonst noch nie erlebt. Und pfiff der Schiri mal nicht, dann versagte er einen Elfer oder die Spieler vergeigten Großchancen selbst.

Zu TuS ist nur noch zu sagen, dass einige der Gäste extrem unfair spielten. Da wurde getreten und gestoßen, dass es sehr peinlich für einen ehemaligen Stadtliga-Vertreter war. Sportfreund Stribny legte in regelmäßigen Abständen die ihm am nächsten Stehenden in sehr unfairer Art und Weise – siehe Verletzung Flo. Dazu passte dann noch das Bild der beiden keifenden alten Damen – vermutlich Nichten der Muppet-Show-Opis Waldorf und Stadler – die permanent von der Seitenauslinie jeden, den sie nicht kannten, aufs Gröbste beleidigten. Peinlich und niveaulos! Leider wird man sehr oft verleitet, gleich das Team oder den Verein zu verurteilen, wenn so ein Auftritt registriert wird, doch hier haben einige TuS-Kräfte gemeinsam an einem Strang gezogen, um Antisympathiepunkte zu sammeln. Aber wurscht – Besiegdas nahm den Kampf an und ließ sich durch die Härte nicht anstecken. Die Krönung gelang dann mit dem vierten Treffer durch den Mann des Tages, der einen prima Pass von Ralf aufnahm. Der erste Schuss wurde abgeblockt, beim Nachschuss mit links wurde der Ball nicht richtig getroffen, kullerte jedoch – noch vom sich streckenden Torhüter abgefälscht – gegen den Innenpfosten und über die Linie. Toll! Das war dann die endgültige Entscheidung. In den letzten Minuten passierte nichts Nennenswertes mehr, es blieb beim 4:1.

Fazit: Tolle kämpferische Leistung. Nur so kann es gehen. Wir haben uns nicht von der Härte beeindrucken lassen und dem Gast mit Toren geantwortet. Die zweite Hälfte entschied das Spiel. Mann des Tages war natürlich Martin Hummelt, aber auch die tollen Vorlagen von Naucke und der unaufhörlich rackernde Maddin sind zu loben. Bertis Anwesenheit gab der Abwehr sicheren Halt. Der Auftritt machte Mut für die kommenden Aufgaben.

Aussicht: Am kommenden Sonntag um 12 Uhr erwartet uns der Mitaufsteiger Meridian auf dessen Hartplatz. Hier gibt es noch eine offene Rechnung! Ich denke, es ist Zeit, sie zu begleichen!

SSV Besiegdas 03 Magdeburg: Rohde – Werner, Bertram, Marcus Hummelt (46. Amende), Römer (75. Kedziora), Winselmann, Martin Hummelt, Thiede, Brückner, Naumann, Oeynhausen

TuS 1860 Magdeburg II: Krone, Haberler, Thiele, Zimmermann (67. Haegebarth), Brinck, Ruppert, Mai, Hanrath (55. Fuhr), Mach, Stribny, Deckert

Tore: 1:0 Martin Hummelt (10.), 1:1 Deckert (13.), 2:1 Martin Hummelt (50.), 3:1 Martin Hummelt (55.), 4:1 Martin Hummelt (73.)

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