Torsten Ziegner, Mittelfeldspieler des Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena, ist wegen Beleidigung seines Gegenspielers Kingsley Onuegbu vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für fünf Spiele gesperrt worden. Der Jenenser Ex-Kapitän ist zudem bis zum Ablauf der Sperre auch für alle anderen Meisterschaftsspiele seines Vereins gesperrt.
In der 86. Minute der Partie bei Eintracht Braunschweig hatte Ziegner laut Zeugenaussagen Onuegbu als ‚Schwarze Sau’ bezeichnet und war dafür von Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) des Feldes verwiesen worden. Direkt nach Abpfiff hatte sich der Sünder für sein Fehlverhalten entschuldigt und hat nun auch die Strafe des Sportgerichts akzeptiert.
„Ich habe mich für meine Entgleisung bei Onuegbu entschuldigt. Die Sache zwischen uns ist ausgeräumt. Ich möchte nochmals versichern, dass es überhaupt nicht meiner Natur entspricht, fremdenfeindlich oder gar rassistisch zu sein. Ich habe aus der Emotionalität des Spiels heraus einen Fehler begangen, den ich aufrichtig bereue“, so der 30-Jährige.
Ziegner droht aber noch weiterer Ärger, da die Staatsschutzabteilung der Braunschweiger Polizei gegen den Fußballer Ermittlungen wegen des Verdachts einer Beleidigung mit fremdenfeindlichem Hintergrund aufgenommen hat. Nach Polizeiangaben sei aufgrund der Medienberichte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.
