Der FC Carl Zeiss Jena hat eine harte Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu befürchten. Grund dafür ist die Spielunterbrechung während der Drittliga-Partie bei Eintracht Braunschweig. Kurz vor Spielende hatte ein Jenenser Fan einen China-Böller in Richtung Spielfeld geworfen. Dieser explodierte direkt neben dem sich im Innenraum befindenden Carl-Zeiss-Chefordner Matthias Schau, der ein Knalltrauma erlitt und im Krankenhaus behandelt werden musste. Das Spiel wurde daraufhin kurzzeitig unterbrochen und Trainer René van Eck sowie Torsten Ziegner versuchten, die eigenen Anhänger zu beruhigen.
„Es ist traurig, wenn ein Einzelner das Bild des Vereins und seiner Fans beschädigt. Wir sind dabei, den Knallkopf zu ermitteln“, äußerte CZ-Pressesprecher Andreas Trautmann zu dem Vorfall. Bereits in der Vorwoche waren die Thüringer nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden mit einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro belegt worden. Für den Wiederholungsfall hat der DFB mit einer Platzsperre beziehungsweise mit Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gedroht.
Und auch Ex-Kapitän Torsten Ziegner hat eine lange Sperre zu befürchten. Wegen Beleidigung seines Gegenspielers Onuegbu war er des Feldes verwiesen worden. „Das darf mir nicht passieren. Ich habe mich sofort bei dem Spieler entschuldigt“, stellte Ziegner nach Abpfiff klar. Trotzdem muss er wohl mit einer Sperre von vier bis sechs Spielen rechnen.
