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3:1-Heimerfolg gegen den BAK Ankaraspor 07

Posted on 1. Oktober 2008 by NOFB

Trainer Ralf Gutschmidt, der noch auf Steffen Päch verzichtete, hatte vor dem Spiel seines BSC Süd 05 gegen den BAK Ankaraspor 07 die Parole ‚Safety first’ ausgegeben, um die in den letzten Spielen aufgetretenen Fehler in der Defensive diesmal auszuschließen. Dies merkte man den Aktionen der ‚Nullfünfer’ während des gesamten Spieles an. Doch vor allem in der zweiten Halbzeit übertrieben die BSC-Mannen das Sicherheitsdenken, und stellten die Offensivbemühungen beinahe komplett ein. Daher muss der Sieg letztendlich als glücklich bezeichnet werden, denn die Berliner hätten sich ein Unentschieden auf Grund der zweiten Halbzeit wohl verdient.

Die Berliner zeigten von Beginn an, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte kampflos herzuschenken. Mit gutem Kombinationsfußball spielten sie sich bis in die Nähe des Strafraumes, blieben dann aber meistens in der gut gestaffelten Abwehr hängen, so dass Markus Jurzik einen relativ ruhigen Nachmittag verlebte. Die erste Chance des Spieles hatten die Berliner in der zweiten Minute. Eine Freistoßflanke aus halblinker Position verpassten zwei Berliner frei vor Markus Jurzik nur knapp. Zwei Minuten später eine ähnliche Aktion auf der Gegenseite. Eine Freistoßeingabe von Stefan Voß traf René Görisch mit dem Kopf nicht voll, so dass der Ball das Berliner Tor um wenige Zentimeter verfehlte.

In der neunten Minute zeigte René Görisch mal wieder sein Können. Nach Anspiel von Bruder Marko, nahm er den Ball unter Bedrängnis hervorragend an, lies zwei Berliner Verteidiger aussteigen, und versenkte den Ball mit einem Flachschuss ins linke Eck zur 1:0-Führung.

Zwar hatten die Berliner Kicker in der Folgezeit optische Vorteile, doch waren sie nicht in der Lage, die Abwehr der Gastgeber in größere Verlegenheit zu bringen. Aber auch die Offensivaktionen der BSC-Kicker hielten sich in Grenzen. Neben dem offensichtlich vorrangig defensiv ausgerichteten Denken der Spieler von Ralf Gutschmidt waren auch die weiten Abschläge von Torhüter Markus Jurzik, die zumeist eine sichere Beute der Berliner Abwehrspieler wurden, einem guten Kombinationsspiel nicht besonders zuträglich. So blieben ein 25-Meter-Schuß von René Görisch in der 15. Minute sowie ein Andreas Fricke Kopfball in der 37. Minute nach Vorarbeit von René Görisch die einzig erwähnenswerten Taten in dieser Phase.

In der 45. Minute dann doch noch eine gelungene Aktion der ‚Nullfünfer’. Steffen Willert schickt Lukas Szywalla mit einem Steilpass in den Strafraum der Berliner. Dieser passt zurück auf Andreas Fricke, der mit einem Schuss aus acht Metern ins lange Eck dem Berliner Torwart keine Chance lässt.

In den letzten Spielen kassierten die ‚Nullfünfer’ kurz nach der Pause immer einen Treffer. Dies sollte diesmal wohl unbedingt vermieden werden. Anders ist das Auftreten der BSC-Mannen nach der Pause nicht zu erklären, denn Offensivaktionen waren zunächst Mangelware. Im Gegenteil, man zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, und überlies den Berlinern, die sich noch nicht aufgegeben hatten, das Mittelfeld. Die Berliner kombinierten bis zum Strafraum recht ordentlich, doch fehlten ihnen die Mittel unseren Defensivriegel zu knacken. Bis zur 63. Minute. Eine Flanke von der linken Abwehrseite verpassten mehrere BSC-Abwehrspieler, der einlaufende Gündogdu kam so am Fünf-Meter-Raum frei zum Kopfball, und lies Markus Jurzik keine Chance. Die Berliner drängten anschließend weiter auf den Ausgleich, doch bis auf eine Chance in der 81. Minute, als ein Schuss knapp das Gehäuse verfehlte, gelang ihnen nicht viel.

Doch auch die Platzherren konnten kaum Akzente setzen. Einzig Fernschüsse von Maik Neumann (65.) und Christian Gerstenberger (87.) sorgten für Gefahr. So blieb es bis zum Schluss spannend. Die gelb-rote Karte für Lukas Szywalla in der 85. Minute wegen Spielverzögerung, er hatte nach dem Schiedsrichterpfiff weiter gespielt, trug auch nicht zur Senkung des Blutdruckes der 317 Zuschauer bei.

Erst in der Nachspielzeit erlösten die ‚Nullfünfer’ ihre Fans. Marco Lindemann erkämpft sich im Mittelfeld den Ball, zieht kraftvoll in den Berliner Strafraum, und wird dort von einem Berliner von den Beinen geholt. Den Strafstoß verwandelt Christian Gerstenberger sicher zum 3:1.

Der BSC Süd 05 spielte mit: Markus Jurzik – Tobias Nehls, Marko Görisch, Marco Lindemann – David Kappel, Steffen Willert, Maik Neumann, Lukas Szywalla – René Görisch (88. Sören Knoop), Andreas Fricke (79. Christian Gerstenberger), Stefan Voß (67. Frank Bischof) – Trainer: Ralf Gutschmidt

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