Wie der Berliner Fußball-Verband (BFV) mitteilte, wird am nächsten Donnerstag (11. September) in der Jugendstrafanstalt Berlin ein ‚DFB-Minispielfeld’ eingeweiht. Und keine geringere Persönlichkeit als Andreas Brehme, 86-facher Nationalspieler und Weltmeister 1990, wird im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die offizielle Eröffnung gegen 16 Uhr in Berlin-Plötzensee vornehmen. Mit seinem legendären Elfmetertor zum entscheidenden 1:0 über Argentinien im Finale von Rom sicherte Andreas Brehme der deutschen Nationalmannschaft damals ihren dritten WM-Titel.
Neben Brehme werden bei der Eröffnung u.a. auch Hasso Lieber (Staatssekretär für Justiz), Thomas Härtel (Staatssekretär für Inneres und Sport), Marius Fiedler (Leiter der Jugendstrafanstalt Berlin) und Bernd Schultz (BFV-Präsident) zugegen sein. Im Anschluss an die Einweihung wird ein Freundschaftsspiel zwischen Insassen der Jugendstrafanstalt Berlin und einer Auswahlmannschaft des BFV durchgeführt.
Das ‚DFB-Minispielfeld’ in der Jugendstrafanstalt Berlin wurde überwiegend vom DFB finanziert, unter Mitwirkung des BFV und des Fördervereins der Jugendstrafanstalt Berlin. Es ist eines von 1.000 DFB-Minispielfeldern im gesamten Bundesgebiet, die der DFB mit einem Gesamtaufwand von 25 Millionen Euro errichten ließ bzw. noch errichten lässt. Mit dem Bau dieser 13 mal 20 Meter großen, von Banden umsäumten Kunstrasenplätze bedankt sich der DFB bei allen Menschen in Deutschland, die zum großartigen Gelingen der WM 2006 in Deutschland beigetragen hatten.
Durch das Errichten eines derartigen Spielfeldes in der Jugendstrafanstalt Berlin fördern der DFB, die Sepp-Herberger-Stiftung und der BFV die sportliche Betätigung der jungen Inhaftierten – in der Absicht, auch auf diese Weise die Resozialisierung von Straftätern zu unterstützen.
Der BFV pflegt übrigens über diesen aktuellen Bezug hinaus seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit der Jugendstrafanstalt Berlin, um die Wiedereingliederung von straffällig gewordenen jungen Menschen in die Gesellschaft gerade mit Hilfe des Fußballs zu erleichtern. Auch der DFB ist mit diesem Ansatz bundesweit in einer Reihe von Projekten stark engagiert.
