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Spitzenspiel trotz Unterzahl gewonnen

Posted on 4. September 2008 by NOFB

Im Spitzenduell der Landesklasse Nord setzte der SV Grün-Weiß Ahrensfelde seinen Erfolgtrend fort und besiegte in der heimischen Jahnsportstätte den SC Victoria Templin durch das Tor von Eric Brien in der 88. Spielminute. Trotz des Fehlens von Spielmacher Martin Neumann und Matthias Schuster gelang den ‚Nullachtern’ eine ordentliche Vorstellung gegen den Tabellennachbarn aus Templin. Das Spiel der beiden Führenden in der Landesklasse Nord, nach dem dritten Spieltag, bescherte den rund 70 Zuschauern eine Partie auf mittlerem Spielniveau, mit leichten Vorteilen für Ahrensfelde. Der Respekt voreinander bestimmte über weite Strecken das Geschehen und lies auf beiden Seiten nur wenige hochkarätige Torchancen zu.

Die Gäste aus Templin standen von Beginn an sehr tief in der eigenen Hälfte und versuchten über vereinzelte Angriffe den Aufsteiger auszukontern. Die Randberliner spielten taktisch sehr diszipliniert, zeigten aber im schnellen Umkehrspiel wiederum leichte Schwächen im Abwehrverhalten. Dominierend agierten in diesen Spielphasen Nicolas Erhardt, als letzter Mann und Steve Wagner der im defensiven Mittelfeld eine ‚abgezockte’, sehr gute Partie spielte. Die Grün-Weißen Angreifer und Torgaranten Stefan Gehrke, Kimmel und Brien hatten große Mühe mit der gut gestellten Abwehrreihe der Gäste. Wirklich gute Tormöglichkeiten ergaben sich aus Standards, wie Ecken und Freistößen. Nervöses Abtasten und Sicherheitsfußball der Kontrahenten bestimmte die Anfangsviertelstunde.

Mit fortschreitender Spielzeit nahm auf beiden Seiten die Unzufriedenheit, der mangelnden Torgefährlichkeit geschuldet, zu und erzeugten Nicklichkeiten im Spiel. Die aufkommende leichte Hecktick wurde verstärkt durch das oft provozierende Auftreten und schauspielerische Vermögen einiger Gästespieler. Erst in der 26. Spielminute konnten die Gastgeber ihren ersten sehenswerten Angriff vortragen. Kimmel setzte sich zum ersten Mal gut durch, spielt auf Steve Wagner der Stefan Gehrke hervorragend in Szene setzte; den Schuss von Ahrensfeldes Stürmer konnte der gute Templiner Schlussmann gerade noch zur Ecke abwehren. Im anschließenden direkten Gegenzug scheiterte Templins Spielmacher Alexander Grosch am ‚Nullachter’ Schlussmann Toni. Stoinski.

Die Ahrensfelder Kreativabteilung, diesmal vom angeschlagenen Manuel Benthin geleitet, versuchte viel, blieb aber von den Stürmern oft unverstanden. Sie konnten die eingeleiteten Angriffsofferten oft nicht lesen und somit blieben erfolgreiche Torraumszenen Mangelware.
Im zweiten Spielabschnitt verlor Ahrensfelde seine Spielmacher komplett. Manuel Benthin blieb verletzungsbedingt in der Kabine, für ihn kam Tino Nebel und Christian Gehrke sah nach einem Foul Rot. Der in dieser Situation überforderte Schiri Deringer schickte Christian Gehrke nach einem angedeuteten Kopfstoß in die Katakomben. Dem Templiner Martin Falk, der Christian Gehrke zuvor Ohrfeigte allerdings nur Gelb. Ansonsten agierte das Schirigespann ohne Probleme und hatte die Begegnung allzeit unter Kontrolle. Mit nur noch zehn Mann auf dem Platz agierten die ‚Nullachter’ geschickt, zeigten einen kontrollierten Angriffsfußball und kauften den Gästen den Schneid ab. Der arrivierte Landesklassen-Vertreter schaffte es trotz Überzahl nicht, den Aufsteiger die Punkte zu entreißen und wurde am Ende noch für sein defensives Auftreten bestraft.

Auch im zweiten Abschnitt sahen die Zuschauer ein eher verhaltenes Spiel beider Teams. In der 78. Spielminute zeigten die Gäste ihren ersten gefährlichen Angriff aber Alexander Grosch scheitert wiederum an Toni Stoinski. Im direkten Umkehrspiel zeigten die Ahrensfelder ihre Torgefährlichkeit. Nach einer Flanke in den gegnerischen Strafraum, Stefan Gehrke stand zum Einschuss bereit, konnte ein Templiner Abwehrspieler den Ball nur noch per Hand aus der Gefahrenzone schaffen. Zum Glück für die Gäste, denn Schiri Deringer hatte das Handspiel nicht erkannt. Der Gerechtigkeit sollte später genüge getan werden. Erst hatte noch der Gast eine hundertprozentige Chance zur Führung. Nach einer Ecke köpfte Christian Fähling, in aussichtsreicher Position, den Ball über das Tor, wobei er die freie Wahl der Torecken hatte.

Diese ernsthafte Torsituation hatte die Ahrensfelder wachgerüttelt. Mit dem weiten Abschlag von Keeper Toni Stoinski sollte noch einmal Entlastung geschaffen werden, denn der Punkt gegen den Tabellennachbarn, zwei Minuten vor dem Spielende, war ein achtbares Resultat. Doch alles kam anders, als die Templiner dachten. Peter Kimmel nimmt den Abschlag auf und spielt auf Eric Brien, den führenden in der Torjägerliste der Landesklasse Nord. Brien im Anlauf auf das Tor erkennt, das keiner seine Sturmpartner anspielbereit ist, fasst sich ein Herz und zieht aus gut zwanzig Metern, in zentraler Position, ab und überwindet mit seinem Knaller Templins Schlussmann Nofz. Der ansonsten gute Templiner Schlussmann hatte keine Abwehrmöglichkeit. Mit diesem späten Treffer wurden die ‚Nullachter’ für ihre Arbeit und Einstellung an diesem Tag belohnt. Im Anschluss bejubelten die Fans die Mannschaft und den Verbleib an der Tabellenspitze.

SV Grün-Weiß Ahrensfelde: Toni Stoinski, René Möller, Daniel Gehrke, Patrick Kluge (SF), Christian Gehrke, Steve Wagner, Stefan Gehrke, Peter Kimmel, Eric Brien (88. Ronny Hinz), Nicolas Erhardt, Manuel Benthin(46. Tino Nebel) – Trainer: Nicolas Erhardt, Christian Gehrke und Sascha Gäbelein

SC Viktoria Templin: Andreas Nofz, Michael Aust, Mike Theis, Alexander Trapp, Sandro Drescher (Christian Fähling), Sascha Heller, Martin Falk, Patrik Schwarz, Marcel Günther, Alexander Grosch (Felix Hoft), Matthias Bock – Trainer: Heiko Stäck

Schiedsrichter: David Deringer aus Kremmen
Assistenten: Jörg Meier nd Ronny Schabanowski aus Bötzow

Zuschauer: 70
Tore: 1:0 Eric Brien (88.)

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