Das deklarierte Spitzenspiel war die Partie des SG Gnadau beim SSV Pömmelte nicht, aber ein Derby, dass neben 13 schön herausgespielten Toren, auch Dinge im Vorfeld offenbarte, die unschöner nicht hätten sein können. Die Frage, ob die Partie stattfindet oder nicht, fiel erst kurz vor Ultimo, denn die Gastgeber hatten einerseits nicht für geeignete Platzverhältnisse gesorgt und zum anderen zeigten sie sich auch in Sachen Spielbereitschaft keineswegs kooperativ. Dennoch fiel der Startschuss durch Schiedsrichter Peter Schütze, wenn auch mit 15-minütiger Verspätung. Die Tore zum 0:13 (0:4) vor 60 Zuschauern schossen Steven Hoffmann (65., 70., 85., 87.), Remo Heider (40., 45.), Jurij Kormilez (2., 64.), Thomas Frauendorf (61., 67.), Marcus Mohn (53.), Danny Wenzel (55.) und Dennis Schönebaum (25.).
Mut zur Offensive wird belohnt
SG-Coach Sebastian Pape setzte indes mit einer extrem offensiven Spielvariante ‚3-3-4’ auf Risiko und wurde prompt mit 13 Treffern belohnt. „Dass mein Team so verschaukelt wird ist eine Frechheit! Allein deshalb geht der Sieg in dieser Höhe völlig in Ordnung!“, so Pape. Auch spielerisch war Gnadau die klar überlegene Truppe und bewies über weite Strecken, wie groß das Potential dieser jungen, dynamischen Einheit ist. „Allein das Interesse macht mich stolz. 17 Spieler mit an Bord – ein Traum.“ Auch die mitgereisten Fans waren einmal mehr mit ihrem Team zufrieden und spendeten nach jedem Tor tosenden Applaus.
Pömmelte ohne den nötigen Ehrgeiz
Der Erzrivale und Ortsnachbar aus Pömmelte schoss sich an diesem Tag selber vom zweiten Tabellenplatz und dürfte nun endgültig eben diesen so wichtigen Relegationsplatz kurz vor Saisonende verspielt haben. Ganz zur Freude des Hecklinger SV, der nach einem 3:1 beim TSV Neundorf II die Position mit Pömmelte getauscht hat. Der SSV zeigte sich erschreckend schwach und bewies bis auf seine hängende Spitze Thomas Ludwig zu wenig Engagement. Das Fliederparkteam stand hingegen wie gewohnt kompakt und konnte die Schlagzahl beliebig erhöhen. Trotz vieler schön herausgespielter Tore, war die Chancenverwertung einmal mehr das Manko der Gnadauer. Insbesondere in der ersten Hälfte wurde aus aussichtsreichen Positionen zu wenig gemacht.
Abschiedstournee geht am kommenden Samstag weiter
Diesen Samstag empfangen die Pape-Schützlinge den Tabellenfünften der Liga, die WSG 10 Schönebeck II. Gegen die Gäste aus der Elbe-Stadt gewann man in der Hinrunde durch die Tore von Jurij Kormilez (2) und Thomas Frauendorf mit 3:0 (2:0). Die Zielrichtung kann auch diesmal nur ein Sieg sein. Anpfiff im Fliederparkstadion ist um 15 Uhr.
SSV Pömmelte: N. Puzik, P. Schwinning, C. Jesse, B. Treutler, W. Bittkau (65. D. Schwinning), M. Busse, S. Fröhlich, M. Fabian, A. Fabian, T. Ludwig, M. Bittkau
SG Gnadau: R. Merker, F. Feickert, C. Kade, R. Kade (69. M. Kumor), R. Heider, S. Hoffmann, M. Mohn, D. Wenzel, J. Kormilez, T. Frauendorf (67. M. Ziegler), D. Schönebaum (75. S. Lupkow)
Schiedsrichter: Peter Schütze (Großmühlingen)
Gelbe Karten: C. Jesse, M. Bittkau – R. Kade
Gelb-Rot: P. Schwinning (20., SSV Pömmelte)
Zuschauer: 60
Tore: 0:1 J. Kormilez (2.), 0:2 D. Schönebaum (25.), 0:3, 0:4 R. Heider (40., 45.), 0:5 M. Mohn (53.), 0:6 D. Wenzel (55.), 0:7 T. Frauendorf (61.), 0:8 J. Kormilez (64.), 0:9 S. Hoffmann (65.), T. Frauendorf (67.), 0:11, 0:12, 0:13 S. Hoffmann (70., 85., 87.)
