Im letzten Heimspiel dieser Oberliga-Saison unterlag der FSV Budissa Bautzen gegen den Regionalliga-Aufsteiger Chemnitzer FC mit 0:2. Wieder einmal konnte mangels Durchschlagskraft eine ansprechende Leistung nicht in Punkte umgemünzt werden.
Bei besten Rahmenbedingungen, herrlichstes Fußballwetter und 1.420 Zuschauer (Saisonrekord auf der Müllerwiese), begann die Partie recht beschaulich, Chemnitz übernahm die Initiative, Bautzen lauerte auf seine Chancen. Nach einem Fehler von Becker hatte Sascha Dietze die erste, sein Schrägschuss aus 18 Metern brachte Klömich erste Probleme (13.). Der CFC war immer dann gefährlich, wenn Schumann zu Standardsituationen antrat. Bei dessen Ecken bzw. Freistößen scheiterte Sieber erst mit Kopfball an Christoph Zwahr (15.), verpasste er am Fünfmeterraum freistehend eine Großchance (18.) und köpfte aus spitzem Winkel am Tor vorbei (24.). Auf der anderen Seite machte lediglich Sascha Dietze mit einem Schuss aus zwanzig Metern, der aber knapp über den Kasten strich, auf sich aufmerksam (36.). War das Spiel bis dahin eher verhalten, wurde es in den letzten drei Minuten rasant. Den besten Angriff Budissas bis dahin vergab Marcin Swirlik mit seinem schwächeren rechten Fuß. Die schöne Vorarbeit von Dietze und Miroslav Sentivann jagte er vom Elfmeterpunkt aus freistehend über das Tor (44.). Aber auch auf der Gegenseite durfte gezittert werden. Erst hält Zwahr einen Schuss von Schlosser (45.), dann verpasst Kellig am langen Pfosten, nachdem Sonnenberg und Bachmann die Abseitsfalle aushebeln konnten (45+1.). So ging es mit einem 0:0 in die Pause, Chemnitz war überlegen und hatte Chancenvorteile, Bautzen wusste sich aber zu wehren.
Zwei Unachtsamkeiten in der Deckung warfen dann Budissa anfangs der zweiten Hälfte zurück. Zunächst war es wiederum eine Ecke Schumanns, die im Strafraum der Gastgeber für große Verwirrung sorgte. Niemand konnte den Ball aus der Gefahrenzone befördern, schließlich drischt Schlosser das Leder von der Strafraumgrenze ins Bautzener Tor, wobei Zwahr etwas unglücklich wirkte. Kurz darauf lief Bachmann durch das Mittelfeld, passt auf Sonnenberg, der spielt Zwahr aus und schiebt den Ball ins leere Tor. Danach war bei Budissa vorerst die Luft raus, die Bautzener wirkten angeschlagen, allein Danny Wochnik prüft Klömich (68.). Der CFC scheint die Sache routiniert herunterzuspielen, nach weitem Pass von Troschke lässt Bachmann erst Wochnik aussteigen, verzieht jedoch aus 13 Metern (76.). Jetzt könnte die große Zeit von Jens Schaumkessel kommen, er ist Mittelpunkt dreier guter Möglichkeiten binnen zwei Minuten. Dietze lässt Troschke aussteigen, Reinhardt kommt aber Schaumkessel zuvor und kann den Ball sechs Meter vorm Tor wegschlagen (77.). Anschließend schießt der Stürmer aus nahezu identischer Position zweimal von der Strafraumgrenze am Tor vorbei (78.). Lukas Helcelet, eben eingewechselt, narrt Adamu und Kunert, gibt zu Dietze, der sich gegen Troschke und Sieber durchsetzt, aber aus acht Metern in Klömich seinen Meister findet (80.). Budissas Kampfgeist wird nicht belohnt, die mäßige Chancenverwertung lässt dies nicht zu.
Sicher ist der Sieg für die Chemnitzer verdient. Sie taten, gerade nach dem 2:0, nur noch das nötigste. Budissa hätte, bei besserer Ausnutzung seiner Möglichkeiten, das Spiel weitaus interessanter gestalten können.
FSV Budissa Bautzen: Zwahr – Fröhlich, Nuhs, Zichner, Wochnik –Dietze, Sentivan, Pannach, Swirlik (57. Rau, 90. Hausmann) – Schaumkessel, Völker (70. Helcelet)
Chemnitzer FC: Klömich – Kunert, Adamu, Thönelt (28. Reinhardt), Sieber – Bachmann, Schumann (58. Großmann), Becker, Schlosser (70. Troschke) – Sonnenberg, Kellig
Schiedsrichter: Sebastian Schmickartz (Berlin)
Gelbe Karten: Fröhlich, Dietze, Helcelet – Becker, Kellig, Adamu
Zuschauer: 1.420
Ecken: 7:8 (5:7)
Tore: 0:1 Schlosser (51.), 0:2 Sonnenberg (54.)
