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Wichtige Punkte im Aufstiegskampf verloren

Posted on 25. Februar 2008 by NOFB

Der Frankfurter FC Viktoria tut sich auswärts weiterhin sehr schwer. Auch beim Tabellendreizehnten FC Strausberg reichte es nicht zum Sieg. Bei den Randberlinern mussten die Oderstädter in einem spannenden, aber nicht gutklassigen Spiel gar eine 3:5-Niederlage hinnehmen. Die Vielzahl der individuellen Fehler gab den Ausschlag gegen das Team aus der Oderstadt. „Drei Tore müssen auswärts eigentlich reichen“, meinte Viktorias Trainer Klaus-Dieter Helbig enttäuscht nach der Partie. „Doch wer dem Gegner die Tore selbst vorlegt braucht sich am Ende nicht zu wundern.“ Doch der Reihe nach.

In der Anfangsphase der Partie konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil verschaffen, hatten beide Teams neben dem nominellen Gegner auch noch mit dem stürmischen Wind zu kämpfen. Ein Flachschuss von Maximilian Wolchow neben das Tor blieb der einzige Aufreger (15.). Wie aus heiterem Himmel der Führungstreffer des Gastgebers. Nach einem Steilpass befanden sich der Frankfurter Florian Bitzka und der Strausberger Max Aranjo de Freitas im Laufduell. Torhüter Tony Schnürer eilte aus dem Tor beiden entgegen und war eigentlich eher am Ball. Doch eben nur eigentlich: Zum Entsetzen seiner Mitspieler säbelte er über den Ball und der Brasilianer in den Reihen des Gastgebers hatte freie Bahn (23.).

Doch die Oderstädter zeigten sich nicht geschockt. Einen abgewehrten Ball setzte Christian Werner blitzschnell nach. Steve Georges konnte ihn nur noch per Foul stoppen – Elfmeter und Ausgleich durch Viktorias Goalgetter Henry Haufe (29.). Auch beim zweiten Versuch vom ominösen Punkt zehn Minuten später – der Schütze wurde von Jens Eckl selbst gelegt – behielt der Frankfurter die Nerven. Nun sprach alles für die Gäste.

Doch denkste! Eine eher harmlose Hereingabe sprang so unglücklich auf, das kein Frankfurter an die Kugel kam und Strausbergs Südamerikaner Aranjo de Freitas am langen Pfosten stehend mühelos vollenden konnte.

Mit dem Wind im Rücken sprach in Halbzeit zwei vieles für die Frankfurter – nur nicht ihr Abwehrverhalten. Gehörte die erste Aktion noch den Oderstädtern, Christian Lewin wehrte eine Haufe-Kopfball reflexartig ab (49.), so neigte sich die Waage langsam zu Gunsten des Gastgebers. Gleich zwei Mal traf Roman Ziegler aus Nahdistanz nach klugen Querpässen das Gehäuse nicht (52., 62.). Doch schließlich war es soweit. Nach einem Ballverlust von Carsten Moritz im Mittelfeld bekamen die Frankfurter den davonziehenden Alexander Rahmig nicht unter Kontrolle, so dass dieser schließlich den völlig freistehenden Jens Eckl bedienen konnte (63.). Noch haarsträubender der Fehler vor dem 4:2. In einen Pass nach dem Anstoß des FFC stürmt Rahmig, erkämpft sich die Kugel und zieht alleine vor das Tor und vollendet.

Das Trainerduo setzte nun alles auf eine Karte, brachte zwei neue Offensivspieler. Einziger Erfolg: die berühmte optische Überlegenheit. Aranjo de Freitas (69.), Rahmig (78.) und Ziegler (88.) waren bei den Kontern der Strausberger wesentlich gefährlicher, wenn auch erfolglos. Viktorias Bemühungen wurden schließlich doch noch belohnt. Aus Nahdistanz erzielte der eingewechselte Stefan Reich den Anschlusstreffer (89.). Die Hoffnung auf einen Punktgewinn zerstob aber so schnell wie sie genährt wurde. In eine völlig entblößte Abwehr hinein stieß Christian Brutschin und setzte den Schlusspunkt zum 5:3.

Strausbergs Trainer, der Ex-Bundesligaspieler Dirk Schlegel, war nach dem Spiel sichtlich zufrieden: „Wir haben heute auf die Fehler des Gegners gewartet. Der Sieg war im Endeffekt verdient.“ Den Eingangs erwähnten Worten des Frankfurter Trainers ist nichts hinzuzufügen.

Betrachtungen am Rande:
• Strausbergs Trainer Dirk Schlegels forderte im Vorfeld der Partie von seiner Mannschaft: „Die Null muss stehen!“ Zwar entsprach seine Elf nicht seinen Wunsch – dafür aber die Anzeigetafel. Diese war defekt und zeigte immer ein 0:0.
• Freitagabendspiel unter Flutlicht. Davon können die Frankfurter auf ihrer Anlage derzeit nur Träumen. ‚Träumen’ mussten die Zuschauer der Partie auch die Rückennummer der Gastgeber. Glänzende Zahlen auf tiefschwarzen Trikots. Bei den Lichtverhältnissen ein beliebtes Ratespiel.
• Strausberg reagierte bereits im Vorfeld. Aufgrund der Erfahrungen anderer Vereine mit den Fans des Frankfurter FC Viktoria herrschte einmalig in dieser Saison Alkoholverbot im Stadion.

FC Strausberg: Lewin – Georges, Nagy, Wolchow, Eckl – Ziegler, Musick, Brutschin, Schulz (46. Kühnel) – Rahmig, Aranjo de Freitas – Trainer: Dirk Schlegel

FFC Viktoria 91: Schnürer – Bitzka, Winkler, Moritz – Keller, Arndt, T.Neumann (83. Bernwald), Werner – Krause (68. Reich) – B. Ehresmann (83.Salimi), Haufe – Trainer: Klaus-Dieter Helbig, Sven Theis

Schiedsrichter: Marcus Bärtich (Kolochau)
Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Aranjo de Freitas (21.), 1:1 Haufe (28./FE), 1:2 Haufe (39./FE), 2:2 Aranjo de Freitas (42.), 3:2 Eckl (64.), 4:2 Rahmig (65.), 4:3 Reich (89.), 5:3 Brutschin (91.)

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