Mit dem letzten Testgegner, dem Landesklassenvertreter aus Bruchmühle, beschließt der SV Grün-Weiß Ahrensfelde seine offizielle Vorbereitung auf die Rückrunde der Barnimliga.
Mit dem knappen Sieg gegen Bruchmühle haben die Randberliner die Vorbereitungsphase auf die Rückrunde erfolgreich abgeschlossen. Ob die Anstrengungen erfolgreich waren, wird sich kommenden Samstag im Spiel gegen Rot-Weiß Schönow zeigen. Schönows Trainer A. Metzkow schaute schon mal über den Zaun und beobachtete seinen ersten Rückrundengegner im Test. Wenn er am 16. Februar mit seinem Team nach Ahrensfelde reist, braucht er schon ein gutes Team, um Ahrensfelde zu beeindrucken. Die Grün-Weißen haben ihr Ziel nicht aus den Augen verloren und geben ‚Alles’, um es zu erreichen. Die zweite Chance, und wohl die letzte Möglichkeit diese Liga zu verlassen. Länger als zwei Jahre kann man nicht auf diesen Niveau spielen, um am Ende nur Zweiter zu sein. Zweiter heißt immer auch erster Verlierer und Verlierer ist man eigentlich nur einmal, wenn man ein solches Ziel verfolgt. Aus diesem Grund sollte die Ahrensfelder die Vorbereitung optimistisch stimmen und auch die Anhänger werden die Mannschaft die nächsten 15 Spieltage tatkräftig unterstützen, um das angestrebte Ergebnis zu erreichen.
Im letzten Test haben die Ahrensfelder wohl schon den Gegenwind der Barnimliga gespürt. Man fand nicht, wie in den letzten Begegnungen, sofort und locker zum eigenen Spiel. Der sehr kompakt stehende Gegner suchte den direkten Weg zum Tor und war auch in seiner körperbetonten Spielweise oft unangenehm. Der Landesklassenvertreter spielte ein aggressives Vorchecking am Ahrensfelder Strafraum, mit dem er Unsicherheiten beim Barnimligisten hervorrief. Mit dieser Spielweise gelang der Landesklassenvertreter anfänglich auf die Siegerstraße und erzielte in der 13. Spielminute den Führungstreffer durch Marco Pracht.
Es brauchte einige Zeit bis Spielführer Neumann sein Team wachgerüttelt hatte, um den Gegner mit spielerischen Mitteln zu besiegen. Man spielte sich zwar einige gute Chancen heraus, scheiterte aber zu oft an der eigenen Abschlussschwäche. Die Stürmer blieben zu harmlos, weil unkonzentriert und mutlos im Torabschluss. Erst nach einer halben Stunde gelang Spielertrainer Nicolas Erhardt, nach schönem Doppelpass mit René Möller, der verdiente Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 29. Spielminute. Die Randberliner blieben trotz des Tores nervös, teilweise unkonzentriert und leichtsinnig im Abwehrverhalten, zeigten Schwächen beim Vorchecking des Gastes. So auch in der 40. Spielminute, Bruchmühle gelang der Führungstreffer zum 1:2 durch Michael Kulicke. Zwei Chancen zum Ausgleich vor der Pause vergaben die Gastgeber und so ging man in Rückstand liegend in die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff von Schiri Hermann aus Werneuchen bemühte sich Ahrensfelde um den frühen Anschlusstreffer. Zwei Minuten waren gerade gespielt, als Stefan Gehrke mit seinem Abstauber den Ausgleich erzielte(2:2, 47.), A. Serner und Spielführer Neumann waren zuvor gescheitert. Mit dem Ausgleichstreffer verloren die Ahrensfelder etwas ihrer Nervosität und fanden besser zu ihrem Spiel. Es wurde nun ein munteres Spiel in dem beide Mannschaften die Möglichkeit zur Führung hatten. Auf beiden Seiten gab es hochkarätige Chancen, die oft leichtfertig vergeben wurden. Erst in der 75. Spielminute gelang dem neu ins Spiel gekommenen Eric Brien das Führungstor. Einen Kopfball von St. Gehrke legte die Bruchmühler Abwehrreihe Brien vor die Füße, der dem Keeper keine Chance lies, 3:2 für die Randberliner. Erst jetzt kehrte Ruhe ins Spiel von Ahrensfelde ein, Offensivfußball wurde geboten und die Spieler agierten sicherer. Mit dem zurückgewonnenen Selbstvertrauen erzielte St. Gehrke seinen zweiten Treffer, nach Vorarbeit von Eric Brien und Pass von Peter Kimmel gelang ihm das 4:2 in der 81. Minute. Trotz der guten Spielanlagen schien der Barnimligist nicht mit der sicheren Führung umgehen zu können, Nicklichkeiten und leichtsinnige Ballverluste ließen den Gegner wieder erstarken. Einen Fehlpass und gleichzeitig Vorlage vom ‚Nullachter’-Kapitän Martin Neumann führte dann noch zum Anschlusstreffer durch Benjamin Neitzel in der 83. Minute. Die Platzherren ließen aber nichts mehr anbrennen und gingen als Sieger vom Platz.
Am Ende sahen die Fans eine über weite Strecken gute Begegnung die Stärken und Schwächen der Mannschaft genau aufzeigte. Konzentration und Besinnen auf das eigene Können werden der Mannschaft helfen, erfolgreich in die Rückrunde zu starten.
