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Germania Halberstadt: FC Eilenburg zu Gast

Posted on 31. März 2006 by NOFB

/news2/pictures/Wappen/germania_halberstadt.gif“ alt=“an image“ />Aufgrund der unzähligen Nachholspiele startet der VfB Germania Halberstadt nun in die erste „englische“ Oberliga-Woche. Bevor der Tabellenvierte am kommenden Mittwoch in Grimma (Anstoß 19 Uhr) und am darauf folgenden Samstag in Bautzen antreten muss, erwarten die Vorharzer am Sonntag ab 14 Uhr im heimischen Friedensstadion den derzeitigen Tabellenelften FC Eilenburg.

Die Fußballer aus der Muldestadt sind mit einem optimistischen Ziel in die Saison gestartet. „So schnell wie möglich 35 Punkte holen“, verkündete FCE-Präsident Wolfgang Patitz im August 2005. Die nackten Zahlen sehen aktuell etwas anders aus. Eilenburg steckt nach sieben sieglosen Spielen (fünfmal ohne Torerfolg) tiefer denn je im Abstiegsstrudel. Der letzte Dreier datiert vom 19. November 2005, 4:1 im Heimspiel gegen Meuselwitz. Danach gab es vier Niederlagen und drei Unentschieden. Auch letzten Mittwoch, beim Auswärtsspiel in Halle (1:0 verloren) enttäuschten die Muldekicker auf ganzer Linie, Coach Wolfgang Letzian erklärte nach der Partie: „Wir haben gespielt wie B-Mädchen. Ohne Leidenschaft, ohne Biss“. Zudem musste Defensivmann Stefan Maruhn mit Gelb-Rot vom Platz und ist am Sonntag gesperrt. „Wenn nicht bald der Knoten platzt, kriegen wir Probleme“, spricht der Trainer den Ernst der Lage an.

Letzian ist übrigens schon der zweite Coach der laufenden Serie, er löste im Herbst 2005 Frank Pohl ab, der aufgrund beruflicher Belastungen bereits nach fünf Monaten zurücktrat. Nachfolger Letzian änderte die Taktik, weg von der Viererkette, wieder hin zum spielenden Libero Nico Knaubel. Erfolgreicher war aber auch er nicht. Holte Pohl noch 13 Punkte aus elf Partien, waren es unter Letzian lediglich 7 (9 Spiele). Dass die Eilenburger Mannschaft, gespickt mit etlichen jungen, gut ausgebildeten Akteuren des Kooperationspartners FC Sachsen, Potential für das gesicherte Mittelfeld habe, spielstark sei und nicht in die Niederungen der Oberliga gehöre, hörten die Muldestädter zuletzt öfters, Punkte gab es bekanntlich selten. „Nicht nur schön, sondern endlich erfolgreich spielen“, gab Letzian darum als Devise für die nächsten Spiele aus.

Außerdem, wer in Grimma, Plauen, Cottbus, Erfurt und zuletzt auch beim Tabellenführer Magdeburg jeweils Unentschieden erkämpfte, dem ist eine gewisse Auswärtsstärke nicht abzusprechen. Trotzdem gelang Eilenburg bisher nur in fünf von zwanzig Oberliga-Begegnungen mehr als ein Tor, dreimal wurde dann immerhin gewonnen. Mit Thomas Hönemann (elf der 25 Treffer) verfügen sie zwar auch über einen wuchtigen und kopfballstarken Angreifer, aber der Goalgetter rennt seit Wochen seiner Form hinterher.

Unterschätzen dürfen die Schützlinge von Germania-Trainer Thomas Pfannkuch die Muldestädter trotz allem nicht, Fußball spielen kann der FCE. Dies musste Halberstadt leidvoll im Hinspiel erfahren, als sie in Eilenburg als Verlierer vom Platz gingen (1:0). Zudem kann Gästecoach Letzian wahrscheinlich wieder auf die Routiniers Mathias Polten und Ronny Delitzsch zurückgreifen, die ihre langwierigen Verletzungen auskuriert haben und wieder im Training stehen. Angreifer Delitzsch ist dabei zumindest eine Alternative für das Sturmduo Hönemann/Christian Fischer.

Wie die personelle Situation im Germania-Kader am Sonntag aussehen wird, entscheidet sich erst heute Abend beim Abschlusstraining im Halberstädter Friedensstadion. Eventuell kehrt Abwehrchef Randy Gottwald in die Startelf zurück, entsprechend wird sich die taktische Formation erneut ändern. Ob auch der angeschlagene Alexander Kopp wieder spieltauglich sein wird, muss man mal abwarten. Gegen Eilenburg gilt es für die Germanen, die ansprechenden zweiten 45 Minuten gegen Völpke zu bestätigen und die erste Völpke-Halbzeit vergessen zu machen. Bevor dann am kommenden Mittwoch in Grimma der Auswärts-Marathon für Germania beginnt (fünf Gastspiele in Folge) möchten sich die Oberligakicker auf jeden Fall mit einem Sieg vom Friedensstadion vorläufig verabschieden. Das nächste Heimspiel steigt für Halberstadt erst am 30. April gegen Dresden Nord.

Helge Osterloh

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