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Stahl Brandenburg: Heimniederlage gegen Schöneiche

Posted on 4. September 2005 by NOFB

Der FC Stahl Brandenburg verlor gestern sein drittes Verbandsliga-Punktspiel in Folge. Dabei hätten die Brandenburger, die auf die verletzten Hilsenitz, Yatkiner und Tahmaz sowie auf den gesperrten Müller verzichten mussten, bereits in der siebten Minute in Führung gehen müssen, aber Gühne verpaßte eine Flanke von Koroma nur um Zentimeter. Besser machten es die Schöneicher in der elften Minute, die nach einer Ecke das 0:1 erzielten. Tchetche-Pola mußte nur noch einnicken, nachdem Jurzik den Ball unterlaufen hatte.

Stahl bemühte sich um den schnellen Ausgleich, Schöneiche hatte aber die klareren Chancen. Leider fielen Selimi und Karras in der 20. Minute durch zwei Schwalben im Strafraum negativ auf. Wenig später hätte Kräuter das 1:1 erzielen müssen, als ein Marx-Freistoß genau auf seinen Kopf kam, er den Ball aber neben das Tor setzte. In der 26. Minute dann das nächste Germanen-Tor. Die Situation schien schon geklärt, als Selimi durch einen Ballverlust an der Torraumgrenze die Kugel nur noch zu Fofie spielen mußte, der aus abseitsverdächtiger Position zum 0:2 vollendete. Obwohl Stahl im Anschluß durch Gühne und Koroma zwei Chancen hatte, konnte den 291 Zuschauern in dieser Phase Angst und Bange werden, denn die Schöneicher bestimmten nun das Spiel eindeutig und führten Stahl vor. Das 0:3 in der 41. Minute war folgerichtig, denn wer einen Gegner 50 Meter alleine über den Platz laufen läßt, ohne ihn einmal anzugreifen, braucht sich über Gegentore nicht zu wundern.

Nach dem Wiederanpfiff schalteten die Randberliner einen Gang zurück. So kam Stahl weiter zu Chancen. Die größte vergab der zum Schluß deutlich abbauende Koroma in der 58. Minute, als er von Kräuter schön angespielt wurde und aus drei Metern freistehend über das Tor schoß. Frischen Wind ins Angriffsspiel brachte der zur Halbzeit eingewechselte Posorski, doch alle erarbeiteten Chancen waren nicht zwingend genug, um die Schöneicher ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Den besten Brandenburger Spielzug der gesamten Partie schloß Akkus nach einem Koroma-Paß in der 88. Minute zum 1:3 ab. In der Nachspielzeit zeigte Torwart Jurzik nochmal sein ganzes Können, als er ein Schuß des freistehenden Wegener zur Ecke parierte, kurz danach pfiff der Schiedsrichter ab.

Fazit: Das Endergebnis entspricht dem Spielverlauf. Schöneiche war Stahl in allen Belangen überlegen, doch die Tore resultierten allesamt aus katastrophalen individuellen Fehlern. Die kämpferische Einstellung stimmte, doch gegen eine Mannschaft dieses Kalibers fehlte Stahl gestern die individuelle Klasse, die den Unterschied ausmachte. Am nächsten Wochenende geht es zum Tabellenzweiten Fürstenwalde.

Stahl Brandenburg spielte mit: Jurzik – Bauer (G), Sommerlatte, Wilhelm, Janke (G) – Marx, Kräuter (ab 60. Hanack), Daszenies (G) – Akkus, Koroma, Gühne (ab 46. Posorski (G))

Jörg Pochert

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