Am Sonnabend, dem 25. Februar 2012 fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Fangemeinschaft Dynamo e.V. statt. Fast 15 Prozent der Mitglieder fanden den Weg in die ‚Torwirtschaft‘ Dresden und verdeutlichten damit die Wichtigkeit der Veranstaltung, die neben den jährlich zu wiederholenden Aufgaben wie Abnahme des Rechenschaftsberichtes, Entlastung des bisherigen und Wahl eines neuen Vorstandes auch einen wichtigen Satzungsänderungsantrag und einen Antrag des Vorstandes zur zukünftigen Ausrichtung des Vereins auf der Tagesordnung hatte.
Nachdem der Rechenschaftsbericht von der Mitgliederversammlung angenommen und der alte Vorstand entlastet wurde, konnte der Vorstand in der Wahl durch die Mitgliederversammlung bestätigt werden. Auch in der Besetzung der Ämter, die in der sofortigen Konstituierung festgelegt wurden, gab es keine Änderungen. Somit setzt sich der neue Vorstand aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Hanjo Moritz (1. Vorsitzender)
Katja Männig (2. Vorsitzende)
Lutz Kaiser (Schatzmeister)
Jens Reinhardt
Oliver Ehlert
Die Arbeit des Vorstandes im letzten Jahr konnte in einem wesentlichen Punkt durch die Änderung der Vereinssatzung zur Aufnahme von Fanclubs beendet werden. Eine überwältigende Mehrheit stimmte dem Antrag zu und ermöglicht damit dem Verein, Fanclubs unkompliziert und unbürokratisch aufzunehmen und zu verwalten. Nach erfolgter Eintragung der geänderten Satzung im Vereinsregister wird der Vorstand dazu genauere Informationen an alle Fanclubs weiterleiten und das Angebot zur aktiven Beteiligung an der Vertretung von Faninteressen verdeutlichen.
Eine weitere Satzungsänderung legt fest, dass der Vorstand ab der Mitgliederversammlung 2013 für jeweils zwei Jahre gewählt werden wird.
Wie bereits im Vorfeld abzusehen, erhitzten sich die Gemüter deutlich beim letzten Antrag, den der Vorstand im Zusammenhang mit der künftigen Ausrichtung des Vereins an die Mitgliederversammlung gestellt hatte. Dieser Antrag beschäftigte sich mit drei Grundthemen, die für eine weitere Arbeit der Fangemeinschaft Dynamo wesentlich sind:
1. Die aktive Unterstützung des Vorstandes durch die Mitglieder bzw. die Konsequenz aus einer sich nicht ändernden Anzahl an Mitgliedern, die sich aktiv an der Vereinsgestaltung beteiligen,
2. die Definition des Stellenwertes der Fangemeinschaft Dynamo bzw. die Konsequenzen aus der Beibehaltung derzeit offensichtlich vorhandener Wahrnehmungen innerhalb der SG Dynamo Dresden und
3. die weitere Erhöhung der Mitgliederzahlen der Fangemeinschaft Dynamo unter Mitwirkung aller Mitglieder bzw. die Konsequenzen aus Sicht des Vorstandes, wenn dies nicht gelingt.
Innerhalb der Diskussion wurde schnell klar, dass vor allem der 2. Punkt einen hohen Klärungsbedarf enthält. Die stark auseinandergehenden Meinungen haben sich offensichtlich manifestiert und sind den jeweiligen Blickwinkeln geschuldet. So differiert die Wahrnehmung zwischen Mitgliedern, die bei der SG Dynamo Dresden angestellt oder ehrenamtlich tätig sind und denen, die zur Erfüllung des Satzungszweckes der Fangemeinschaft Dynamo der SG Dynamo gegenübertreten. So erkennt der Vorstand nach einem Jahr aus seiner Sicht deutlich erhöhter Konstruktivität und Kompromissbereitschaft gegenüber der SG Dynamo Dresden und deren Vertragspartner wie Sportfive oder der Projektgesellschaft eine Wahrnehmung der Fangemeinschaft Dynamo innerhalb der SG Dynamo, die dem im krassen Widerspruch entgegensteht. Damit ist das Ziel des Vorstandes, eine deutliche Annäherung an die SG Dynamo Dresden zu erreichen, zwar innerhalb der Fangemeinschaft Dynamo angekommen und innerhalb der Mitgliedschaft durchaus auch als vollzogen, im Verhältnis zur SG Dynamo bzw. in der Wahrnehmung innerhalb der Geschäftsstelle aber leider als gescheitert zu betrachten. Dies führt zwangsläufig zur Notwendigkeit einer Analyse, die die Fangemeinschaft Dynamo selbstreflektierend erarbeiten muss und hierbei auf Unterstützung der SG Dynamo angewiesen ist. Inwieweit diese Analyse zum Status Quo der Beziehungen zwischen SG Dynamo und Fangemeinschaft Dynamo auch innerhalb der SGD erstellt wird, liegt dabei nicht im Einfluss der Fangemeinschaft Dynamo. Wesentlich für den Fortbestand einer organisierten Fangemeinschaft als unterstützendes Glied innerhalb des Vereins Dynamo wird dabei die unerbittliche Ehrlichkeit und Offenheit im Umgang miteinander und die selbstkritische Betrachtung beider Parteien sein. Hierzu gehört selbstverständlich auch, dass die Diskussion innerhalb der Mitgliederversammlung weiter geführt wird und sich rund um Dynamo finden, die diesen Prozess schonungslos mit der entsprechenden Position begleiten.
Ob damit die Mitgliederversammlung 2012 der Fangemeinschaft Dynamo einen Erfolg darstellen kann, wird sich erst in der Zukunft zeigen können. Vieles wird davon abhängen, wie groß die Bereitschaft der Mitglieder der Fangemeinschaft Dynamo und die ihrer Kritiker ist, Faninteressen auch in Zukunft organisiert vertreten zu lassen und wie es Fangemeinschaft Dynamo und SG Dynamo Dresden gelingt, gemeinsam Bedingungen zu schaffen, in denen Fanvertreter eine noch gößere Bedeutung haben können. Die Mitgliederversammlung kann dabei nur ein Anfang gewesen sein.
Vorstand – Fangemeinschaft Dynamo e.V.
