VfB 09 Pößneck, 30. September 2009
Pößnecks Kapitän Faruk Hujdurovic kann sich nicht mehr genau dran mehr erinnern, wann er ein Eigentor erzielt hatte. „Es war in meiner Bundesligazeit in Cottbus. Wir haben damals am Ende mit 0:3 verloren. So ein Eigentor kann schon einmal passieren“, sagte der Bosnier, der gestern Mirko Horn Trost zusprechen wollte. Dieser hatte im Spiel des VfB 09 Pößneck gegen den FC Rot-Weiß Erfurt II in der 43. Minute für die 0:1-Führung der Gastgeber gesorgt, als er den Ball zurück zu seinem Torhüter Boris Jovanovic spielen wollte.
Für den Gästetrainer Hans-Jörg Leitzke war es die Schlüsselszene in dem Spiel, das die Pößnecker gegen einen durchschnittlichen Gegner mit 0:2 verloren haben. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir mit 0:0 in die Kabine gegangen wären.“ Die Erfurter hatten in der Anfangsphase durch Montabell (3. Minute) und Beck (7.) gefährliche Torgelegenheiten nach Kopfbällen. Danach neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. Zwischen der 25. und 30. Minute kamen die Pößnecker durch Sascha Tröger und Stefan Staskewitsch zu gefährlichen Kontern. In der 37. Minute landete ein Reich-Freistoß in den Armen von Torhüter Jonas Heidrich. Die Entscheidung in dem Spiel für die Erfurter, die nach dem Sieg der Drittligamannschaft über Spitzenreiter Sandhausen gestern ein lupenreines Wochenende abschlossen, erzielte Beck, der freistehend eine Flanke von Walter verwertete. Auch die Hereinnahme von drei neuen Spielern (Alves Ferreira, Ferreira Junior und Baez Ayala, der für den angeschlagenen Reich ins Spiel kam), brachte im Offensivspiel keine Bewegung. „Uns hat einfach die Durchschlagskraft gefehlt und ein Spieler, der die 1:1-Situation annimmt und nach vorn Akzente setzt", haderte der Trainer mit der Leistung seiner Mannschaft und erinnerte daran, dass der Ausfall von Dominik Eggemann (fünfte Gelbe Karte) nur schwer zu ersetzen war. So war es nicht allein Mirko Horn, dem die Niederlage der Pößnecker beim bisherigen Tabellennachbarn anzulasten war.
„Der Führungstreffer vor der Pause war unglücklich. Bis dahin war es ein Spiel mit verteilten Chancen auf beiden Seiten. Das 2:0 war das K.O. ", sagte Marian Spanier, der mit einem Kopfball in der 65. Minute zur Stelle war.
Auf den VfB 09 Pößneck warten nach der dritten Auswärtsniederlage in Folge jetzt schwere Aufgaben. Punktspielgegner am kommenden Sonntag ist der FC Sachsen Leipzig, nach dem Pokalspiel am 10. Oktober in Gera geht es eine Woche später zum Zweiten FC Carl Zeiss Jena II.
Mario Keim
Geschrieben von: Mc Tuck
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